Unterrichtsangebote


Prof. Anke Eggers


Prof. Anke Eggers, Mezzosopran, erhielt ihre sängerische Ausbildung  in Hamburg. Noch während ihres Studiums sang sie die Alt-Partien in den großen oratorischen Werken von Johann Sebastian Bach, Händel und Mozart. Nach dem Studium begann sie eine Opernkarriere, die sie an viele deutsche und ausländische Bühnen führte, wie z.B. nach Gelsenkirchen, Lübeck, Hamburg, Köln, Stuttgart, Berlin, London (Covent Garden), Paris, Bordeaux, Buenos Aires usw.

Dabei sang sie die großen Partien ihres Faches wie Carmen (Bizet), Rosenkavalier (Strauß), Fricka (Wagner), Dorabella (Mozart), Eboli (Verdi).  Im Konzertfach sang Anke Eggers unter der Leitung berühmter Dirigenten, wie Herbert v. Karajan, Karl Böhm, Horst Stein, Giuseppe Sinopoli und Seji Ozawa.

Seit vielen Jahren unterrichtet Anke Eggers als hauptamtliche Professorin Gesang an der Universität der Künste in Berlin und im Lehrauftrag an der Musikhochschule Lübeck.

Aus ihrer Klasse sind mittlerweile viele Sängerinnen und Sänger an Bühnen im In- und Ausland engagiert.

Anke Eggers gibt Meisterkurse in aller Welt, so in London, Wien, Oslo, Helsinki, Moskau, Peking, Shanghai und Washington, San Francisco, Prag, New York, Barcelona. Dabei arbeitet sie zusammen mit Kolleginnen und Kollegen wie Bernd Weikl, Edith Mathis, Ingrid Bjoner, Lucia Popp, Elisabeth Ritchie, Kathryn Green, René Kollo.

An der Universität der Künste Berlin leitete Anke Eggers etliche Jahre den Studiengang Gesang/Musiktheater und  war Mitglied im Fakultätsrat und im Akademischen Senat der Universität. Als Koordinatorin  im Referat Internationale Beziehungen betreut sie Studierende in Austauschprogrammen (ERASMUS). Im Verbund der europäischen Kunsthochschulen ELIA hielt sie Gastvorträge und Workshops bei etlichen Symposien z. B. in Wien, Barcelona, Berlin.

Seit mehreren Jahren ist Anke Eggers Vorsitzende des gemeinnützigen Fördervereins „Junge Oper Lübeck“, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, junge Sängerinnen und Sänger zu fördern, um diese auf Beruf und Karriere vorzubereiten.

Mit Aufführungen von Opern, in Konzerten, bei Gastspielen und durch die Herausgabe von bisher unveröffentlichten Liedern sowie mit CD- Produktionen hat sich die „Junge Oper Lübeck“ einen Namen machen können.

Seit 2005 ist Anke Eggers auch in der Leitung  der Berliner Gesangswissenschaftlichen Tagung (Bergewita). In Zusammenarbeit mit Phoniatern und Informatikern hat sie ein Forschungsprojekt mit initiiert, bei dem computergestützte Programme zur Visualisierung von Stimmen dazu beitragen, die Gesundheit der Sängerstimme sicher zu stellen, den Fortschritt bei der sängerischen Entwicklung zu objektivieren sowie eine Kontrolle über verschiedene Qualitäten eines sängerischen Tones zu erlangen.

Prof. Günter Binge

Günter Binge
Nach einem Schulmusik- und Germanistikstudium in Hannover studierte Günter Binge Gesang bei Prof. Naan Pöld an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg. Günter Binge ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe, darunter 1974 ein 1. Preis beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin.

Seine Bühnenlaufbahn begann Günter Binge am Theater in Aachen, setzte sie am Staatstheater Saarbrücken fort und gastierte im In- und Ausland. Er sang die meisten großen Partien seines Fachs, wie Figaro in Rossinis Barbier von Sevilla, Dandini in La Cenerentola, Guglielmo in Mozarts Cosi fan tutte, Dr. Malatesta in Donizettis Don Pasquale, usw. Eine gute Veranlagung für die hohe Lage ermöglichte Günter Binge auch Abstecher ins Tenor- und Heldentenorfach, so mit Richard Wagners Siegmund (Radio Bremen), oder Beethovens Missa Solemnis (Fernsehproduktion). Günter Binge trat als Konzertsänger auf bei Konzerten in Rom, im Wiener Konzertverein, Herkulessaal München, Musikhalle Hamburg, Smetana -Saal Prag, Nationale Konzerthalle Madrid, Festival in Cuenca (Spanien), Alte Oper Frankfurt, Beethovenhalle Bonn usw. Er sang die Oratorien von Bach, Händel, Mozart ebenso wie zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, so Werke von Karlheinz Stockhausen, Hans-Werner Henze, Günter Bialas, Franz Hummel, Aribert Reimann, (mit dem er auch als Klavierbegleiter konzertierte), Ernst Helmuth Flammer, Heinz Winbeck.

1986 erhielt Günter Binge einen Ruf als Professor an die Musikhochschule Lübeck, wo er 1988 für drei Jahre das Amt des Rektors übernahm. Er zeichnete verantwortlich für den Erwerb des Brahms-Archivs und die Einrichtung des Brahms-Institutes, die Etablierung der Meisterkurse des Schleswig-Holstein Musik Festivals an der Musikhochschule sowie die Beantragung der Honorarprofessuren für Walter Levin und Bernd Weikl. Binge leitete mehrere Jahre als Intendant das österreichische Musikfestival Judenburger Sommer, er gibt Meisterkurse für Gesang im In- und Ausland, ist Verfasser von Essays und Fachbeiträgen über das Singen und hält Vorträge über musikologische und disziplinübergreifende Themen (Studium generale).

Sängerinnen und Sänger, die aus der Gesangsklasse von Prof. Günter Binge hervorgegangen sind, arbeiten heute z. T. mit bedeutenden Dirigenten unserer Zeit (Pierre Boulez, Kent Nagano, Giuseppe Sinopoli, Helmuth Rilling, Colin Davis, James Levine oder Daniel Barenboim). Studierende, die aus seiner Klasse kommen, singen an internationalen Bühnen wie der Hamburgischen Staatsoper, Covent Garden London, Wiener Staatsoper, Metropolitan Opera New York, Scala di Milano, Staatsoper München, Staatsoper Berlin, den Theatern in Köln, Amsterdam, Brüssel, Dresden, Madrid, Paris,  Tel Aviv, San Francisco, Los Angeles, Chicago und Tokio,  oder sind bei Festspielen zu erleben, wie dem Ravignia Festival, den Salzburger Festspielen, in Glyndebourne, den Münchener Opernfestspielen, Musica Mallorca, den Bregenzer Festspielen oder in Bayreuth (Eröffnungspremiere Meistersinger 2007 mit Klaus Florian Vogt als Stolzing)  Dr. Christoph Dammann, der bei Prof. Binge sein Gesangsstudium absolvierte, ist zurzeit Intendant der Oper in Lissabon.

Im Bereich der Forschung leitete Prof. Binge für die Musikhochschule Lübeck das Forschungsprojekt des Bundesbildungsministeriums WissPro, zurzeit arbeitet er an der Entwicklung von Programmen für die Klanganalyse von Sängerstimmen.